Zeitungsverlage

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Pixabay.com // Symbol digitaler Zeitungsverlag Pixabay.com // Symbol digitaler Zeitungsverlag

Publishing Software für Zeitungsverlage, von Profis entwickelt

Seit Jahren dominieren amerikanische Tech-Giganten mit ihren Plattformen den digitalen Markt. Es wird Zeit daraus zu lernen. 

Was ist eine Cloud Publishing Platform eigentlich und warum ist das für Zeitungsverlage das Modell der Zukunft?

Die Basis für Cloud Publishing Plattformen ist Cloud Computing und Cloud Computing ist eine IT-Systeminfrastruktur, die zentral oder dezentral Dienste über das Internet bereitstellt. Sie beinhaltet in der Regel Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung. Im Grunde geht es darum, dass Anwendungen und rechenintensive Prozesse nicht mehr im eigenen Rechenzentrum oder auf dem Rechner laufen, sondern komplett aus dem Internet bezogen werden.

Beispiele für derartige Anwendungen sind Microsoft 365 (ehemals Office 365), Google Docs und viele mehr. Diese Entwicklung schreitet rasant voran und macht auch nicht bei den Zeitungsverlagen halt. Und auch wenn man sich auf den Gleisen stehend die Augen zuhält, kommt der Zug mit voller Kraft näher. Plattformen wie Facebook, der Facebook Business Manager oder der Werbeanzeigenmanager, der von vielen Häusern genutzt wird, sind klassische Cloudlösungen, die nach einem relativ einfachen Prinzip funktionieren. 

Die Inhalte werden von Privatpersonen, Unternehmen und Verlagen veröffentlicht, Nutzer schauen sich die Inhalte an und wer besonders auffallen will schaltet Anzeigen oder kauft sich etwas Extrareichweite. D.h. es kommen Inhalte mit Nutzern und werbenden Unternehmen zusammen, die durch eine standardisierte Plattform orchestriert werden. Dieser Standard wird von allen irgendwie akzeptiert. Man kann ja auch nicht einfach mal Facebook umschreiben. In der Verlagswelt sieht das komplett anders aus. Viele Häuser entwickeln für teures Geld spezielle Portale mit gut durchdachten Funktionen, die, so glauben sie, von den Nutzer honoriert werden. Doch werden sie das wirklich? Worum geht es dem Nutzer eigentlich? Wir glauben, dass Nutzer einzig und allein relevanten Content wollen, nicht mehr und nicht weniger. Relevanter Content entsteht durch gute Recherche, nicht durch individuelle Software. Relevante Inhalte für Leser zu erstellen ist die Kernkompetenz von Redaktionen. Und wir glauben, dass diese Kompetenz weiter ausgebaut werden muss. 

Redaktionen sind keine Entwickler von Digitalprodukten – sollen sie auch nicht.


Redaktionen benötigen Systeme zur Erstellung von Inhalten. Systeme, die sie dabei unterstützen, diese Inhalte möglichst automatisiert dorthin zu transportieren, wo die Nutzer und Leser sind, um sie auf das eigene Portal zu holen, ihnen dort weitere relevante Inhalte anzubieten und selbst Daten über das Verhalten der Nutzer zu sammeln.

Auf der anderen Seite steht der Verlag, der dafür sorgen muss, dass die Inhalte auch entsprechend an Werbekunden vermarket werden können. Sie stehen vor der Herausforderung, dass sie zu wenig über ihre Werbekunden, aber auch ihre Leser wissen. Dieses Wissen haben heute beispielsweise Google, Facebook oder Outbrain. Diese Unternehmen lernen permanent dazu, füllen ihren Datenschatz und bekommen auch noch ein ziemlich gutes Stück von den Werbeumsätzen ab, die im Umfeld der redaktionellen Inhalte generiert werden. Ein Zustand, der sich schnell ändern muss, bevor Verlagshäuser nur noch zu Content-Produzenten werden, die auf ihren Seiten die Codes von Google & Co. einbauen. Wenn man jetzt noch einmal vier Absätze nach oben geht und sich nochmal anschaut, was Facebook geschafft hat, dann darf man schon mal die Frage stellen, warum Verlage das nicht auch einfach gemacht haben. Die Antwort ist recht einfach.

  1. Es fehlte an digitalem Grundverständnis und Veränderungswillen.
  2. Viele Verlage versuchen jetzt unter Einbeziehung existierender Systeme den Neustart, limitieren sich dadurch aber in den Möglichkeiten.
  3. Es wird meist viel zu kompliziert gedacht, weil zu Beginn schon alles perfekt sein muss.
Wenn Zeitungsverlage ihre Inhalte auf reichweitenstarken standardisierten Plattformen wie Facebook verteilen, warum setzen sie in ihrem originären Geschäft nicht auch auf einen Standard und entwickeln diesen mit der gesamten Branche weiter? Dieser Ansatz bietet einige Vorteile:

  1. Das spart viel Geld und Zeit.
  2. Es stellt sicher, dass gute Ideen eines Verlags sofort auch anderen Häusern helfen.
  3. Die Branche kann die Datenhoheit ihrer Leser und Werbekunden zurückgewinnen und konsequent ausbauen.
  4. Es wären ganzheitliche digitale Geschäftsmodelle, aber auch eine übergreifende Paywall möglich.
  5. Es würde ein ganz eigenes Ökosystem mit eigenen Inhalten, eigenen Lesern und eigenen Werbekunden entstehen.

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